Projekt Synesius
c/o Stephan Gottet
Zugerstrasse 9
5620 Bremgarten
Fax 056 511 11 60
gottet@swissonline.ch

Pfarrer Alois Keusch

Unser Ehrenmitglied Pfarrer Alois Keusch hat uns und diese Welt am 24. April 2013 verlassen. Seine Werke aber gedeihen weiter. Noch an der letzten GV des Vereins Projekt Synesius hat er - wie an jeder Versammlung schon vorher - das Wort ergriffen. Wortgewaltig, bar jeglichen Mikrophons, erreichte seine sonore Stimme den letzten Winkel des Restaurant JoJo und machte Einschlafen unmöglich. Mit unglaublicher Verve vertrat er die Belange unseres Vereins. Fast wöchentlich begegnete ich ihm, zusammen mit seiner letzten Jahres verstorbenen Schwester, auf seinem täglichen Gang zum Friedhof. Aufheiternde aber auch tiefgründige Gespräche über die uns Vorangegangenen erweckten sie fast wieder zum Leben. Irgendetwas löste auch einen Diskurs über das Verhalten bei der Mantelteilung des heiligen Martin aus. "Was hat er denn mit der nicht veräusserten und unbrauchbar gewordenen zweiten Mantelhälfte angefangen?". "Über das werde ich nachdenken und euch die Antwort in einer meinen nächsten Predigten geben", meinte er. Typisch für ihn. Er, der gewohnt Halbheiten mied und sich kopfvoran begeistert in die von ihm verinnerlichten Projekte stürzte. Er war von den Ideen des Bremgarter Hilfsvereins Projekt Synesius überzeugt und propagierte sie, wo er es nur konnte. Nach seinem Glauben, kann er sich jetzt direkt mit Synesius unterhalten. Was könnte er uns jetzt erzählen? Wider unser Seh- und Hördefizit würde er vielleicht wettern? Wir werden bei unserem Tun deine Worte mithören und beherzigen. So wirst du uns nur halb fehlen, die andere spirituelle Hälfte wird uns weiterhin begleiten. Als Ganzes aber, übermitteln wir dir - Synesius und seine Adepten - unseren allerherzlichsten Dank. St.G.

 

Todesanzeige

Fasnachtsgottesdienstes in der Kirche Niederwil

Erinnerung an die Reise vom 25. Januar bis 2. Februar 2013, in die Slums von Nairobi und Sanya Juu

Vexierbild: Wo sieht man da noch einen Menschen?
Antwort: Müll fängt auch mit einem M an
Der ist ja besoffen! Ja, warum denn nicht?

 

Sehen Sie in der Galerie alle Bilder zur Reise.

Ein Portrait unseres Hauptanliegens im Mathare Slum, Nairobi

Lesen Sie hier unser Vorhaben und die Hintergrundinformationen des St. Michael-Kinder-Ausbildungszentrum.

Ansprache vom 31. Januar 2013 in der St. Michael Education School im Mathare Slum, Nairobi

Dear Director of St. Michael School, Godfrey Khisa Wafalu
Dear Students
Dear Teachers
Dear Nurses (Krankenschwester) and not to forget, as they are very important
Dear Cooks and Kitchen Staff
Dear Malkia, Moses, Christine Binti Panzi, Thekla and Nickla….
Dear Parents, dear All


Etwas mehr als ein Jahr ist verflossen seit meinem letzten Besuch hier bei Euch in Mathare. Gemeinsam mit Pater Isidor, seinem Bruder Bernhardin und Alex Weigel von der Kid Star Academy wurden wir von euch aufs Allerherzlichste empfangen. Heute nun dürfen wir euch wiedersehen. Ein grosses Privileg und eine grosse Freude für uns. Uns begleitet auch ein grosser Freund von Afrika, nämlich der Schriftsteller und Journalist Al Imfeld. Er hat über 50 Bücher geschrieben und davon einige über Afrika. Ich glaube, dass auch St. Michael in seinem nächsten Buch seinen Platz haben wird, verdient hättet ihr es. Man darf und soll vor allem die positiven Entwicklungen beschreiben. Vielleicht wird sein nächstes Buch sogar auf Englisch übersetzt?

 

A little more than a year has passed since my last visit here with you in Mathare. Together with Father Isidor, his brother Bernardino, and Alex Weigel of the Kid Star Academy, we were received by you very warmly. Today, we can meet you again. A great privilege and a great pleasure for us. A great/sound friend of Africa also accompanies us, namely, the writer and journalist Al Imfeld. He has written over 50 books, some of them about Africa. I believe that St. Michael will also have its place in his next book, you deserve it anyway. One can and should describe first of all the positive developments. Maybe his next book will even be translated into English?

 

Es ist unglaublich, was für Fortschritte ihr im letzten Jahr gemacht habt. Jetzt kommt sicherlich die Konsolidierungsphase. Projekt Synesius sorgt sich in erster Linie um medizinische Belange. Im weiteren Sinne gehören da aber auch die Ernährung, und die Schule dazu. Das wichtigste Ziel ist sicher, dass alle Schüler der St. Michael School einmal  ihr Schicksal selber in die Hand nehmen können. Eigentlich beschliessen wir Jahr für Jahr unseren Support von neuem. Es wäre aber sicherlich allen dienlich, wenn wir schon für 2 Jahre planen könnten. Darum, so glaube ich, kann ich Ihnen versichern, dass Synesius auch bereits fürs 2014 Ihnen gleiche Mittel zur Verfügung stellen wird. (und warum nicht auch mehr? Die Inflation sollte auf alle Fälle ausgeglichen werden).

 

It is incredible how much progress you have made since last year. Now, certainly it is the time for the consolidation phase. Project Synesius is concerned primarily with medical matters. In a broader sense, alimentation/sustenance, and the school can be added. The main goal is to ensure that all students of St. Michael School can, one day, take their fate into their own hands. Actually, we reconsider our support every year anew. However, it would certainly suit everybody if we could plan for 2 years ahead. Therefore, I believe I can already assure you that Synesius will provide equal funding for 2014. (And why not more? Inflation should be compensated in any case).

 

Das Wohlergehen der St. Michael School ist eine der zwei grossen Aufgaben des Vereins Projekt Synesius und langsam auch die der Stadt Bremgarten. Persönlich sind mir die Kinder, die Lehrer, die Krankenschwestern und die Köchinnen, und Sie lieber Godfrey sehr ans Herz gewachsen. Ich möchte ihnen versichern, dass solange mir eine gewisse Kraft, Vernunft, Urteilskraft und Freude erhalten bleiben, ich diese mit euch teilen möchte.

 

The welfare/prosperity of St. Michael School is one of two major tasks/purposes of the association called Project Synesius, and gradually also of the town of Bremgarten. Personally, I have grown very fond of your kids, the teachers, the nurses and cooks, and you, dear Godfrey. I want to assure you that as long as I can preserve a certain energy/vigor/vitality, reason, judgment, and joy, I want to share them with you.

 

Dank Euch und ein wenig auch dank Synesius, diesem mythischen Heiligen, der vielleicht sogar aus Afrika stammt, wird uns das gelingen.

 

Owing to you, and somewhat thanks to Synesius, too, this mythical saint, who possibly originated in Africa, we shall succeed.

 

Einen Wunsch habe ich noch: das ist unser Publikationsorgan die „Augen-Blicke“ (Moments of Esperance (hope)) und unsere Homepage. Es möge mehr Beiträge von St. Michael dazu geben. (Hier der Sinnspruch von St. Michael): strive to excel. Und zwar mit Fairplay allen Schwächeren gegenüber und auch seine eigenen Fehler hinterfragend.

 

I still have one wish: that is our official publication, the "Augenblicke" (Moments of Hope), and our website. There might be more contributions from St. Michael. This is the motto of St. Michael: Strive to Excel. And indeed with fair play towards all the weaker, and questioning one’s own errors.

 

Ganz herzlichen Dank Euch allen.
Many, many thanks to you all.

Stephan Gottet

Besuch aus Afrika und der Segen des Patrons der Bremgarter Hilfswerke Projekt Synesius

Mittwoch, 28. November 2012

Am Abend vor dem ersten ergiebigen Schneefall kamen die beiden Schwestern Fabiola, Augenoptikerin in Sanya Juu und Schwester Asintha, Hauswirtschaftslehrerin in Mivumoni aus Tansania zu uns nach Bremgarten. Diakon Ueli Hess spendete Ihnen spontan und ausserhalb jeglicher Kirchentradition den Augensegen des Synesius, des Garanten unserer Bremgarter Hilfswerke. Der heilige Synesius wirke nicht nur am vierten Sonntag im Oktober, sondern dank vielen engagierten Menschen das ganze Jahr über. Hier in Bremgarten und Umgebung und dort wo die Bedürftigkeit gross ist, in Ostafrika. Heinz Koch schilderte ihnen die Historie der Auffindung von dessen Gebeinen, die feierliche Überführung von 1653 von Rom nach Bremgarten und liess es sich nicht nehmen, auch die drei umliegenden Kapellen mit einzubeziehen. Im Stadtmuseum lockerten sich dann die vor Kälte erstarrten Glieder und die Zungen. Ein einfaches, aber gutes Essen, das vom Klostervater Dr. Urs-Viktor Ineichen aus Luzern gespendet wurde, endete mit dem Danke der zwei Schwestern aus Tansania. God bless you and Bremgarten und euren Verein Projekt Synesius. Wir wünschen allen Einwohnern eine glückliche Adventszeit und ein gesegnetes Weihnachtsfest. Diesen Anliegen schliesst sich der Vorstand noch so gerne an.

Die restlichen Bilder finden Sie in der Galerie.

Liebe Sympathisantenr der Bremgarter Hilfswerke Projekt Synesius

Dear Fr. Isidor, Dear Dr. Gottet,
I would like this morning  send our prayer request for our  brothers and sisters that were attacked by the terrorists on last sunday at Eastleagh.as afamily, we are so sorry for the deceased who lost seven of their beloved ones.some of the victims were the children and the adults.we are sorry that, this has  caused-tribal-clashes to mathare residents and Eastleagh residents.we do hope that this will calm as soon as possible.By the way how are you  doing dear great friends.we do hope that you are fine.many many greetings goes to your association project synesius. we  love you all-and that we wish you all Gods blessings.
Best regards from Godfrey.


Sehr geehrte Frater Isidor, dear Dr. Gottet, 


Ich möchte Ihnen heute Morgen unser Gebetsanliegen für unsere Brüder und Schwestern schicken, die am vergangenen Sonntag bei Eastleagh von den Terroristen angegriffen wurden. Als Familie tun uns die Verstorbenen so leid. Sieben Angehörige verloren sie. Einige der Opfer davon waren Kinder.. Wir bedauern das, was diese (meist von Politikern selbst provozierten) Stammes-Zusammenstöße bei Mathare- und Eastleagh-Bewohnern verursacht haben. Wir hoffen sehr, dass dies sich so bald wie möglich beruhigen wird. Übrigens, wie geht es Ihnen, liebe gute Freunde? Wir hoffen, dass Sie wohlauf sind. Viele Grüße gehen an Ihren Verein Projekt Synesius. Wir lieben euch alle und wir wünschen Ihnen allen Gottes Segen.
Mit besten Grüßen von Godfrey.



Kommentar:

Liebe Sympathisantenr der Bremgarter Hilfswerke Projekt Synesius

Wie angekündigt beginnen wieder die Greueltaten in den Slums. Wahlkampfgetöse der blutigsten Art? Wahllos wird geplündert und herumgeballert. Die Opfer sind meist zufällige Passanten.
Ja mögen unsere Freunde in den Slums und alle anderen auch davon verschont werden. Isidor Peterhans, Al Imfeld, einer der profundesten Kenner der Probleme in Ostafrika selber und der Schreibende werden vom 25. Januar 2013 bis anfangs Februar in Nairobi und in Sanya Juu weilen. Wir werden dann versuchen Vorort die geeigneten Massnahmen treffen zu können. Unsere monatlichen Zuwendungen von monatlich 2000 CHF an die 300 Kinder der St. Michael School im Mathare Slum von Nairobi gehen weiter. Wir möchten darüber hinaus aber schwerste Ungerechtigkeiten bei betroffenen Slumbewohnern zu mildern versuchen. Herzlichsten Dank für Ihren Support, den die Kinder und deren Eltern tatsächlich bitter nötig haben.

Bremgarten, 25. November 2012 für die Bremgarter Hikfswerke Projekt Synesius, Stephan Gottet

Neues aus dem Mathare Slum im November 2012

Dank Spenden von Synesius können auch bedürftigen Familien Nahrungsmittel zugehalten werden. Die Preise für Grundnahrungsmittel sind in letzter Zeit förmlich explodiert. Auf den Fotos: Abgabe von Maismehl.  Diese Abgabe von (Überlebens)Nahrungsmitteln wird genau kontrolliert und auf Listen festgehalten.  Die St. Michael Education School baut auch eine Gruppe von Leuten auf, die Microkredite an besonders betroffene Slumfamilien verteilen. Hier engagiert sich Synesius als Verein nicht. Gewisse Mitglieder unterstützen diesen Prozess aber spontan aus eigener Tasche.

In der St. Michael Schule bekommen die Kinder seit gut einem Jahr zwei tägliche Mahlzeiten. So werden die Familien der Schüler auch etwas entlastet. Eigentlich sollten wir, Pater Isidor Peterhans und der Schreibende, uns diese Woche in Ostafrika aufhalten. Wegen Erkrankung von Ersterem verschoben wir unsere Reise auf nächstes Jahr. Ab 25. Januar 2013 also werden wir wieder zu organisatorischen Gesprächen in Nairobi (Kenia) und in Sanya Juu und Kibosho (Tansania) weilen. Für Kenia eine ungünstige Zeit. Denn kurz vor den Wahlen wird es naturgemäss leider wieder zu Gewaltausbrüchen kommen und dies vorzugsweise in den Slums. Unruhen, die meist von gewissen Politikern bewusst entfacht werden.

Dank kann auch beschämen, machen wir doch vom Vorstand etwas uns scheinbar Selbstverständliches. Dank gebührt aber Ihnen, liebe Sympathisanten und Sponsoren  unserer gemeinsamen Werke. Wir werden Sie auf dem Laufenden halten. Positive und negative Ereignisse werden wir Ihnen nicht vorenthalten. Herzlichen Dank Asante sana! St. G.

E-Mail von Godfrey-Khisa Wafula:
Dear project Synesius, Dear great friends from Switzerland,
Iwould like to take this wonderful moment to express our sincere innermost much thanks for your continued support. With your continued support we really managed to offer free medical care to both of our children and to our community people. Thank you too as we also managed to provide foodstuff to both of our children and to our community people. I am glad that with conjunction with Red cross people we managed to vaccinate our children against Measles. Thank you again and may God bless you! We all wish you Gods blessings.
Best regards from Godfrey-Khisa Wafula.

Sehr geehrtes Projekt Synesius, liebe gute Freunde aus der Schweiz,
Ich möchte diesen wunderbaren Moment festhalten, um Ihnen unseren aufrichtigen, innersten und besten Dank für Ihre dauerhafte Unterstützung auszudrücken. Mit Ihrer anhaltenden Unterstützung haben wir es wirklich geschafft, kostenlose medizinische Versorgung für unsere Kinder und unsere ganze Gemeinschaft anzubieten. Dank Ihnen haben wir es auch geschafft, gleichzeitig unseren  Kindern und unserer Gemeinschaft Lebensmittel zu besorgen. Ich bin auch froh, dass wir in Verbindung mit Leuten vom Roten Kreuz unsere Kinder gegen Masern impfen konnten. Danke nochmals und Gott segne Sie! Wir alle wünschen Ihnen Gottes Segen.
Mit freundlichen Grüßen von Godfrey-Khisa Wafula. (Leiter der St. Michael Education School)                Übersetzung und Adaptation: Dr. Franz Wälti

8. Synesiwallfahrt vom 28. Oktober 2012 von Künten nach Bremgarten… Silvio Blatter referiert im Schneegestöber

Synesimärt oder Altstadtmärt?

Geist und Geld

 

Sonntag, den 28. Oktober um 6.00 Uhr erreicht den Schreibenden eine dringliche Mail: «Unsere Wallfahrt findet ja wohl nicht statt? Denn meiner Meinung nach haben Wallfahrten nichts mit Überlebungsübungen zu tun». So die frühmorgendliche Meinung des Theologen Hanspeter Ernst. Wandern aber nicht auch andere, nicht unbedingt busswillige Pilger bei jedem Wetter, bei jeder Temperatur, wobei erfahrungsgemäss letztere durch das Fortbewegen gewisser Extremitäten die Betriebstemperatur beträchtlich ansteigen lassen kann? Pilger? «Spässigi Lüt», ja, ohne Zweifel sind sie das, und hie und da sogar ohne den Umlaut: Spass darf mitlaufen.

Seit der Gründung des Vereins Projekt Synesius findet jeden vierten Sonntag im Oktober die begleitete Wanderung von Künten nach Bremgarten zum Synesius statt. Gleichentags belebt auch der Altstadtmärt mit herrlichen Höhepunkten wie dem Wiederentdecken alten Handwerks die Altstadt. In den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wollte dieser Altstadtmärt sich vom Synesi (seit 1653 in Bremgarten) emanzipieren und man versuchte darum den Märt auch an einem Sonntag des gleichen Monats durchzuführen. Dieses Ansinnen wurde jedoch von Aarau abgelehnt. Begründung: keine Tradition; Grund genug um nicht einen neuen Verkaufssonntag einzuführen. Der Altstadtmärt musste sich also unter die Fittiche des Synesi stellen. Was er auch tat. Nur war seine Erinnerung kurzlebig, und bald vergass er seinen Ahnen. Geld statt Geist?

Wallfahren ohne Fahnen und Kreuz, aber mit diversen Pausen, die angefüllt werden mit zeitbezogenen Gedanken der Teilnehmenden. So unter anderenvon Silvio Blatter, der uns über Geist und Geld – frei nach Jeremias Gotthelf – Kreuzer und Heller näher brachte. Der Mathematiker Leonardo Fibonacci, so monierte er, sei der eigentliche Glücksbringer für alle Banken, indem er um 1200 n. Chr. die arabischen Zahlen einführte und so erst die unbegrenzte Welt der Zahlen und deren Zinsberechnungen ermöglichte. Soweit bekannt, wurde dieser Italiener noch nicht als Heiliger aller Banker eingesetzt. Deren Heiliger heisst wohl immer noch Dagobert Duck, der im Geld sich badend schon klein Silvio begeisterte, indem dieser bei seiner Tante Pia im Kiosk, just beim Schulhaus gelegen, seine Literaturkenntnisse aus diversen farbenfrohen Heftchen steigerte.

Schnee statt Regen badete während dem ganzen Marsch die kleine Schar der Unentwegten, unter denen sich ein Grossteil derjenigen befand, die sich normalerweise für die Bremgarter Hilfswerke im weniger kalten Ostafrika engagieren. Gedacht war ursprünglich, sich in der Stammeskirche des Synesius in Bremgarten die Augen segnen zu lassen. Für diesen Akt der Benediktion und der Öffnung der Augen für gewisse Ungerechtigkeiten wie Armut, Bildungslosigkeit und auch Krankheiten (nicht nur der Augen) in den Slums von Nairobi und in Tansania hatte es der Himmel gut gemeint. Während zwei Stunden verdeckte er das etwas traurige leblose Braun der Erde und die bunten Anoraks der Pilgernden mit gleichmachendem Weiss. Geist und Geld. Denn wären die Wandelnden je barfuss in Bremgarten angekommen, wenn sie sich kein eigenes Schuhwerk hätten leisten können?

Nächste Wallfahrt: am Sonntag, 27. Oktober 2013, dann vielleicht wiederum am Synesi-und Altstadtmärt mit seiner phantastischen Abteilung «Altes Handwerk, das an frühere Zeiten erinnern soll» – auch an Synesi

weitere Fotos siehe Galerie

Bericht der 8. Generalversammlung des Vereins Projekt Synesius

Lesen Sie hier den Bericht der
8. Generalversammlung des Vereins Projekt Synesius als PDF.

Die Bilder der GV finden Sie in der Galerie.

Dreimonatsrapport des Mathare Dispensarys – Juli bis September

Lesen Sie hier den Bericht über das Mathare Dispensary als PDF. Es wurde räumlich erweitert und dadurch wuchs die Anzahl der behandelten Patienten nochmals an. Bilder vom Dispensary finden Sie in der Galerie.

Jetzt tritt unsere Zahnklinik in Sanya Juu aus ihren Kinderschuhen.

Die Röntgenanlage und der Kompressor ist in der Dental Clinic in Sanya Juu montiert. Lesen Sie das E-Mail von Dr. F. Roman und seine «case presentation» als PDF.

 

Brief von Binti Panzi Wambui

Neues von Binti Panzi Wambui. Lesen Sie hier den Brief als PDF.

Unsere beiden Krankenstationen werden gerne und gut besucht

«Wenn eine eine Reise tut...», so lautet ein altes Sprichwort.

Von Mitte Februar bis Mitte März 2012 war ich, Inge H. Schmidt aus Dübendorf, wieder in Nairobi/Kenya. Seit dem Jahr 2001 besuche ich Nairobi regelmässig mehrere male im Jahr für die Projektbegleitung, für die ich zuständig bin.. Nebst meiner Projektbegleitung vor Ort traf ich mich (Februar/März 2012) mit Alex Weigel, der in Kibera (Slum/Stadtteil von Nairobi) lebt und arbeitet. Im Jahr 2008 besuchte er mich auf dem anderen Kontinent um zu sehen, was ich dort tue. Aus diesem Besuch bei mir und den Erfahrungen die er damals machte, entstand anschliessend sein Engagement für Kinder in Kibera. Mehr über meine Begleitung vor Ort in Kibera, wo es um sauberes Trinkwasser, Hygiene und Abfallentsorgung geht, siehe unter www.projekte-frauen-kenya.ch. Falls Sie mehr über meine Aufgabe erfahren möchten, kontaktieren Sie mich bitte - gerne informiere ich Sie persönlich über meine Mitarbeit mit den Menschen in Kibera.

Synesius im CCBRT in Daressalam, Februar/März 2012

CCBRT steht für Comprehensive Community Based Rehabilitation Tanzania. Wurde 1994 gegründet als nicht-staatliche Institution. Nicht Synesius ging natürlich alleine nach Tansania, aber er durfte Prof. U. Exner begleiten. Exner ist Mitglied unseres Vereins und Projekt Synesius unterstützt seine Einsätze durch Übernahme der Flugspesen. Exner war während den letzten zehn Jahren zweimal jährlich vor Ort und operierte täglich aufwendige Fälle. Das heisst stundenlang mit einem ad hoc gebildeten Team. Ohne Honorar. Im Gegenteil bezahlte er orthopädische Hilfsteile aus der eigenen Tasche. Als Beispiel der diesjährigen Kampagne sei die kleine Ramah Abdul Musim, geboren am 29. Mai 2008, erwähnt. Sie wurde an einem Freitag ins Spital überführt mit hohem Fieber und stärksten Schmerzen. Diagnose: fortgeschrittene Osteomyelitis (infektiöse Entzündung des Knochenmarks, mit hier schon ausgedehnten Auswirkungen auf die umgebenden Strukturen im linken Oberschenkel; bei Nichtbehandlung wird die Metaphyse, das Wachstumszentrum, zerstört mit den bekannten Folgen von Missbildungen, wie verkürztem Bein und Fistelbildung). Niemand war bereit Ramah am Wochenende zu operieren, schlussendlich leidet sie ja schon ungute drei Monate lang. Mittels Bakschisch, nicht von Synesius (warum eigentlich nicht?) konnte am Samstag operiert werden. Eine überzeugende Intervention von Synesius/Exner. Sie widmen ihre Freizeit nicht nur dem Sport, einer selbstgefälligen Kultur, der Selbstberäucherung und dem Dolcefarniente, sondern unseren Nächsten.

Beigefügt zum Herunterladen: Falldokumentationen, ungeschminkt, unter die Haut gehend, wie das meisterlich geführte Skalpell der Operateure. Zum Download.

Gemeinde- und Schuldispensarium: Tätigkeitsbericht Januar 2012

v. l. n. r. Scholastica Achieng, Lilian Okoth und Rose Moraa

Sowohl im Gemeinde- wie im Schuldispensarium wurde zahlreiche Patienten behandelt.
Im Gemeindedispensarium wurde im Monat Januar 55 Patienten behandelt, mehrheitlich wegen Malaria, Wunden (Verletzungen), Durchfall, Erkältung/Grippe, Atembeschwerden (Cardiopulmonare Probleme) und Hauterkrankungen. (unter 55 Patienten sind Einzelpersonen zu verstehen, nicht etwa die von ihnen benötigten Konsultationen, die erfahrungsgemäss circa acht bis zehn Behandlungseinheiten erfordern. Insgesamt also über 400 Konsultationen. Anm. der Red.)
Im Schuldispensarium wurde viele Kinder behandelt vor allem wegen folgender Beschwerden und Krankheiten: Amöben, Durchfall, Wunden (Verletzungen), Erkältung und Grippe, Wurminfektion, Atembeschwerden und Hauterkrankungen (Allergien, Hautpilz).
Die am häufigsten behandelten Beschwerden waren: Erkältungen, Grippe, Durchfall und Husten.
Diese Erkrankungen konnten zufriedenstellend behandelt werden, da sowohl im Gemeinde- wie im Schuldispensarium die nötigen Medikamente zur Verfügung standen.
Es traten keine schwerwiegenden Komplikationen auf.

Mitteilungen aus dem Kibera Slum von Alex Weigel (Mail vom 8. März 2012)

Was sich seit unserem letzten Besuch im November geändert hat

Die Kostensituation hat sich auch im medizinischen Bereich über die Jahreswende katastrophal entwickelt, monatlich liegen jetzt Kosten von umgerechnet 1'000 GHF an. Sie sind bis ins Detail schön belegt. Frau Dr. Dorah Nyanja, Leiterin der Senye Clinic mitten im Kibera Slum tut ihr möglichstes, doch sind einfach die Preise für alles explodiert, die klinischen Einweg-Handschuhe z.B. haben sich einfach im Preis verdreifacht, Medikamente über Nacht verdoppelt und die Anzahl von uns behandelten Fälle erhöht sich aufgrund der wieder schlimmeren Ernährungssituation der Menschen hier jeden Monat deutlich. Wir bezahlen jetzt doppelt soviel für ein Ei wie im November, also Du Stephan hier warst. Seit eine neue Klinik mit Geburtsabteilung im ganzen Slum Gratis-Geburts-Gutscheine verteilt erhalten wir in Dorah's Geburtsklinik hauptsächlich nur noch die komplizierten Geburten. Allein diesen Montag sind 5 Babies auf dem Weg zur Geburtsklinik, die viel zu weit weg ist vom Slum, im Gegensatz zu unserer Klinik, nämlich 50 Minuten strammer Fussweg durch den Slum, auf dem Slumweg geboren worden, 2 sind kurz darauf gestorben, eines blieb gesund, weil es in der Nähe von Dorahs Clinic auf die Welt kam und zwei sind mit gesundheitlichen Problemen geboren worden (Unterkühlungen und Verletzungen), haben jedoch dank schneller medizinischer Hilfe doch fürs erste überlebt. Mit solchen Dingen schlagen wir uns hier herum und das bei leerem Konto. Aber eines haben wir gelernt hier: God will provide.


Dr. Dorah Nyanja (Senye-Clinic)

Projekte in Tansania und in Kenia

Lesen Sie hier über unsere unterstützte Projekte in Tansania und in Kenia.

Vortrag gehalten am 24. Symposium, St. Josef-Stiftung in Bremgarten

Lesen Sie hier den Vortrag «Die Sehnsucht nach der absoluten Kommunikation», gehalten am 12. Januar 2012 am 24. Symposium in der St. Josef-Stiftung in Bremgarten.

Synesius in den Slums von Afrika

Kibera Slum/ Nairobi, der weltweit grösste Slum (750'000 Bewohner)

«30% der Lebensmittel landen im Müll», so lautete eine Überschrift vom 13.11.2011 im Tages-Anzeiger. Frau und Herr Schweizer entsorgen im Jahr durchschnittlich 100 Kilogramm zum Teil tadellose Esswaren, und andernorts gibt es Menschen, die lebenslang zu 100% im und vom Müll leben, in einem der zahllosen Slums, zum Beispiel in Nairobi.
Vier Mitglieder des Vereins Projekt Synesius verbrachten ein paar Tage in den Slums von Nairobi. Röbi Peterhans, seit 42 Jahren in Tansania, auf dem Rückweg von einem Heimaturlaub nach Musoma am Viktoriasee, sein Bruder Isidor Peterhans, mit 35 in Ostafrika verbrachten Jahren auch kein Greenhorn mehr, kam extra aus Rom hergereist, Alex Weigel aus Dübendorf, der fast ganzjährig im Kibera-Slum wohnt und jeweils nur einen Monat zum Fundraising in der Schweiz weilt, sowie der Schreibende. Dies nach einem kurzen Abstecher nach Sanya Juu in Tansania, wo unser ursprüngliches Betätigungsfeld liegt, nämlich die Augen- und Zahnkliniken Emmaus. In der Zahnklinik konnten wir bereits unser zweites vollausgerüstete Behandlungszimmer eröffnen. Alles sauber und freundlich eingerichtet, wie bei uns in der Schweiz. Welcher Wechsel des Szenarios danach in den Slums von Nairobi! Dort Ruhe und Wohlgeruch von exotischen Pflanzen und Bäumen mit Sicht auf den frisch eingeschneiten Kilimandscharo, hier Hektik, Lärm bis tief in die Nacht und Gerüche, die nicht einer Haute Cuisine zu entstammen scheinen, aber auch viel Lachen und strahlende Kinderaugen, trotz allem.
Es liegt dem Schreibenden fern, hier in schwarz-weissen Klischees zu schwelgen und damit Armut und Perspektivenlosigkeit zu romantisieren. Wo Kinder leben, besteht immer noch eine Möglichkeit zur Hoffnung, und Ungleichheit begegnet man am besten durch Vermittlung von Bildung.
So unterstützt der Verein Projekt Synesius sowohl eine Schule mit über 300 Kindern im Mathare-Slum, unterhält in St. Bridget eine gerade erst erstellte Zahnklinik, der später auch eine Augenklinik angefügt werden soll, und stellt seine medizinischen Ressourcen, inklusive Ambulanz, auch im weltweit grössten Slum Kibera zur Verfügung, wo Eindrücke herrschen, die an die Grenzen des Ertragbaren gehen. Was aber haben wir dort zu suchen, was wir zu Hause, wenn auch nur ansatzweise, gefunden zu haben glauben? Ein Satz von Klaus Merz in seinem Roman «Jakob schläft» geistert einem durch den Kopf: «Am schwersten taten wir uns in Zeiten relativer Schmerzlosigkeit. Wir hielten die Latenz neuer Wunden nicht aus, wandten uns sofort fremdem Leiden zu, das wir jedoch noch weit schlechter ertrugen als die eigenen Bresten». Wenn wir relative Schmerzlosigkeit mit relativem Wohlstand und optimaler medizinischer Versorgung bei uns gleichsetzen, so wird einem der Abgrund zwischen hier und dort erst recht bewusst. «Bin ich der Hüter meines Bruders (meiner Schwester)?» fragt Kain, nachdem er seinen Bruder Abel aus Missgunst erschlagen hat. Eine Antwort erübrigt sich, wobei man getrost einen Bruder ermorden darf, wenn er sich denn Armut, Unwissen oder Krankheit nennt. Solche Tyrannei auszurotten scheint legitim, auch ohne medizinische oder behördliche Rezeptur, ihr den Garaus zu machen quasi ein Imperativ.
Wir haben eine halbe Nacht in einer Geburtsklinik im Kibera-Slum verbracht. Beim Wort «Geburtsklinik» denkt man an saubere, helle Räume. In jenen kleinen, fast lichtlosen und fleckigen Verliessen mögen keine Könige geboren werden, aber HoffnungsträgerInnen. Das frisch geschlüpfte Knäblein wird den Namen eines Teilnehmers tragen. Der nächste Säugling aber wird Synesius – oder wenn es ein Mädchen ist - Synesia gerufen werden. Durch Ihren Beitrag, sei er moralischer Art oder sogar durch einen Einsatz vor Ort – auch finanzielle Unterstützung ist willkommen – können Sie dazu beitragen, ein wenig Ungerechtigkeit zu korrigieren.

St.G.

Warum Kurzsichtigkeit auch ihre Vorteile haben kann

Vor höchst motivierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern, genau paritätisch verteilt, durfte der Präsident das Vereinsjahr Revue passieren lassen.

Erfolgszahlen?, monierte er. Unsere Erfolgszahlen beruhen auf dem Ungleichgewicht zwischen Benachteiligten und uns. Also darf man nicht von statistischen Erfolgen sprechen, etwas, was selbstverständlich ist, zur eigenen Habenseite schlagen. Entwicklungszusammenarbeit ist Geben und Nehmen. Eine Win-win-Situation, die beiden beteiligten Parteien einen Nutzen bringt. Projekt Synesius versteht sich als Vermittler zwischen Benachteiligten, sei es hier oder in der Ferne. Der Theologe würde vielleicht von Nächstenliebe und Fernstenliebe sprechen, wie wenn beide nicht eins und untrennbar wären, sein sollten.

Jeder Unternehmer, Politiker oder irgendein Vorstand, der einigermassen bei Sinnen ist, hat Visionen. Kurz-, mittel- und langfristig wird geplant. Man könnte sie auch Demographen nennen, die die richtige Entwicklung der Bevölkerung vorauszusagen im Stande sind. Vielmals nur ein kleiner Schritt  zur Demagogie.
Und wir? Wir planen „nur“ kurz- und ausnahmsweise mittelfristig, wir möchten noch gerade stehen für das, was wir anrichten. Denn was nützt es einem Kind, wenn es durch Planung in 20 Jahren gerettet werden könnte, aber hier und gerade jetzt elend zugrunde geht (den tatsächlich gesprochenen Satz „aber hic et nunc verreckt“, wurde vom sensiblen Lektor gestrichen)?

Strukturänderungen bewirken nicht wir, sondern die Kinder, die künftigen Erwachsenen, die wir durch Schulbildung und mit medizinischer Assistenz begleiten möchten. In x Jahren sollten wir überflüssig sein, oder, was wir jetzt schon anstreben, Partner auf Augenhöhe.

Als Beispiel unter vielen schilderte der überaus glaubwürdige und engagierte Co-Referent Alex Weigel, der selber fast ganzjährig mitten in den Slums von Nairobi wohnt, folgende Begebenheit: Vor knapp drei Wochen musste eine junge Mutter ihre drei kleinen Kinder zu Hause lassen um abends ihrem Broterwerb, dem Verkauf von selbstgerösteten Erdnüsschen an betrunkene Männer, nachzugehen. Damit die Kinder sich nicht zu fürchten bräuchten, zündete sie vorsorglich eine Kerze an. Das Schicksal liess sich nicht bitten. Die Ärztin konnte notfallmässig die Verbrennungen der Kinder lindern. Keine Ambulanz. Das Taxi liess auf sich warten. Alle drei starben darin. Am Wochenende ist also im grössten Slum der Welt kein Rettungsfahrzeug vorhanden. Synesius stellt jetzt eine bestens ausgerüstete Ambulanz zur Verfügung. Kurzfristig planen, kurzfristig handeln ist nicht Kurzsichtigkeit, ist eine weite Sicht. Langzeitplanung, wie fatalistisch und unbestimmt sie sich kleidet, kann ohne Zweifel Gutes bewirken, aber leben Sie als Leserin, als Leser, und die Kinder dann noch?
Zum Nachdenken anregende Bilder, auch von der einzigen in einem Slum erstellten Zahnklinik. Dank Synesius, den Vereinsmitgliedern und Sponsoren. Bremgarten bewirkt etwas.

Briefwechsel

Lesen Sie hier den Briefwechsel zwischen einer 5. Klasse in Bremgarten und der St. Michael Schule.

Die HIV/AIDS-Patienten | The HIV/AIDS-Patients

Die Statistik, die während des mobilen Programms erstellt wurde, zeigt, dass die meisten allein erziehenden Mütter, die in Mabatini-Mathare Nr. 10 an HIV/AIDS leiden, nicht in der Lage sind, sich selbst zu versorgen mit den Grundbedürfnissen und medizinischer Betreuung. Deswegen müssen wir die meisten von ihnen mit Lebensmitteln, medizinischer Beratung und sogar Gebeten unterstützen. Sie können keine schweren Aufgaben erfüllen, insbesondere diejenigen, die zu sehr gestresst sind. Einige erleiden schliesslich einen Schlaganfall (gelähmt auf einer Körperseite). Wie Sie auf den Bildern sehen: Milka Aoko hat 2005 ihren Mann verloren, die letzten sechs Jahre hat sie mit ihrer Krankheit gerungen. Sie hat drei Kinder, es ist für sie schwierig ihre täglichen Pflichten zu erfüllen, sie hat nur eine Schwester, die ihr geholfen hat die tägliche Arbeit zu erledigen. Wir sind froh, dass unsere Krankenschwestern sie oft besucht haben, um Dienstleistungen wie Reinigung anzubieten, da sie nicht einmal selbst auf die Toilette gehen kann. Sie kann nur selbst zu Bett gehen, also machen die Schwestern sie sauber und bieten medizinische Hilfe an. Vielen Dank dem Projekt Synesius für Ihre medizinische Unterstützung. Wir wollen auch eine ihrer Töchter namens Lorine A. unterstützen, welche die St. Michael Schule besucht um im nächsten Jahr mit ihrer High-School-Ausbildung fortzufahren.
Berichtet von Godfrey.

According to the statistics-made during the out-reach-programme, it shows that, most of the single mothers suffering from HIV/AIDS within mabatini-mathare no. ten – can not be able to sustain themselves with the basic needs and medical-care. That is why we have to provide most of them with food, medicalcare couceling and even prayers. They cant perform heavy duties, especially those ones too much stressed. Some end-up suffering from stroke (being paralysed one side of their bodies). Just as you can see the pictures above, Milka Aoko – lost her husband by the 2005 – she has been strugling with her disease for the last six years. She has three children, it is difficult for her to carry out her daily duties, she has got the only sister that  has been helping her to carry out the daily work. We are happy that, our nurses have been oftenly visiting her, to offer services like cleaning her, as she can not even go to the toilet by herself. She do just help herself on the bed. So they do clean her and provide medical care. Thank you very much project-synesius for your medical-support. We also wish to support one of her daughter called-Lorine A. Who school at St. Michael to continue with her high-school-education next year.
Reported by Godfrey.

Projekt Synesius und die Hungerkatastrophe am Cap Horn und im Norden von Kenia

V.l.n.r.: Alex Weigel (G.H.O.), Grace Mwikali (Krankenschwester Senye-Clinic), Frater Emmanuel Kamrata Ndatta (OFM-Cap.), Dr. Dorah Nyanja (Leitende Ärztin Senye-Clinic)

Voraussehbar war diese Hungersnot, und trotzdem brauchen wir immer wieder die Schreckensbilder ihrer Auswirkungen. Untergewichtige Kinder mit übergrossen Augen an leeren Brüsten verhungernder Mütter. Staunende Augen – anklagend sind sie nicht, obwohl Grund genug dazu wäre. Was kann aber der Verein «Projekt Synesius», ursprünglich für die Vermeidung von Augenleiden gegründet, zur Milderung dieser Horrorzustände beitragen? Heerscharen von Flüchtlingen, vor allem aus Somalia, flüchten vor Hunger und Bürgerkrieg seit mehr als 20 Jahren nach Dadaab, im Nordosten von Kenia gelegen. Eastleigh, ein halbes Slum im Osten von Nairobi, ist ihr Wunschziel. Hier haben diese Flüchtlinge vielleicht Verwandte, Stammesangehörige. Hierher flüchten sie und genau an der Peripherie dieser Slums hat Synesius seine fahrbare Klinik/Ambulanz in St. Bridget stationiert. Sie ist sowohl eine mobile Apotheke, eine Krankentransportgelegenheit, Informationsstelle zur Verhütung (Prophylaxe) von Krankheiten wie Malaria, HIV-Infektionen und dient auch der Mütter/Säuglingsberatung. In Kibera, dem grössten Slum Nairobis und anscheinend der ganzen Welt, hausen 750‘000 Menschen. An Wochenenden steht diesem – doppelt so gross wie Zürich –  Elendsquartier kein einziges Ambulanzfahrzeug zur Verfügung! Während diesen zwei Tagen kommt unsere Ambulanz, versehen mit dem Signet unseres Vereins Projekt Synesius, dort zum Einsatz. Bremgarten und Synesius können also sehr gezielt ein paar Tröpfchen auf einen heissen Stein träufeln, den andere aus Angst sich die Finger zu verbrennen, tunlichst meiden. Der Vorstand möchte alle Interessierten und natürlich alle Mitglieder zur 7. GV des Vereins einladen. Eine Powerpointpräsentation wird „zum Nachdenken anregende“ Bilder zeigen. Alex Weigel, ein Helfer, der fast das ganze Jahr in Kibera weilt, wird sie zusammen mit Stephan Gottet zu kommentieren wissen.

Zeit und Ort: Donnerstag, 22. September 2011 ab 19.00 Uhr, im JoJo der St. Josef-Stiftung in Bremgarten

St. Bridget Mother & Child Clinic

Lesen Sie hier den Bericht über die St. Bridget Mother & Child Clinic.

St. Michael Bildungszentrum Ansprache an Isidor und Stephan im November 2010

Verehrte Gäste, Lehrer, Schulausschuss, Eltern, Schüler und das zu beachtende Protokoll. Ich grüsse euch alle!

Heute ist ein sehr grosser Tag, der Tag, auf den wir lange Zeit gewartet haben, um unsere guten Freunde, Pater Isidor Peterhans und Dr. Stephan Gottet zu sehen.

Aus diesem Grund seid willkommen bei der St. Michaels-Familie, liebe gute Freunde. Es ist so grossartig für Sie, hier zu sein, um eine goldene Gelegenheit zu haben, die gleiche Idee zu teilen.
In erster Linie möchte ich diese Gelegenheit ergreifen, Ihnen für Ihre tolle Unterstützung zu danken. Vielen Dank, liebe Freunde. Ich bin auch froh, Ihnen mitzuteilen, dass die Programme, die wir im Moment haben, Folgendes umfassen:

1. Das Ernährungsprogramm für die Kinder und St. Michaels Arbeitnehmer
2. Medizinische Versorgung für die Kinder und die Community-Mabatini Residenz. Ich möchte Ihnen mitteilen, dass es uns aufgrund Ihrer grossen Unterstützung und anderer Freunde der St. Michaels-Familie gelang, 12 der 24 Schüler, die letztes Jahr an der nationalen Prüfung teilnahmen, an die High School zu schicken. 12 von ihnen kamen an die High School und 12 weitere sind in verschiedenen Institutionen in Ausbildung für Schneiderei, Schreinerei und Mechanik.

Ich freue mich, Ihnen mitzuteilen, dass keines unserer Kinder in den Mathare Slums herumlungert; wenigstens tun sie etwas. Meine lieben Kameraden, ich weiss, eine lange Reise beginnt mit einem Schritt; seit wir dieses Projekt nach der Gewalt nach den Wahlen begonnen haben, haben wir in der Tat eine gewaltige Veränderung in der St. Michaels-Familie gesehen, und dies verdanken wir dem Willen unseres allmächtigen Vaters.
In den letzten drei Jahren haben wir gekämpft, mit Zähnen und Klauen, um sicherzustellen, dass diese Kinder die grundlegende qualitativ hochwertige Bildung erhalten.

Die Herausforderung, die wir im Moment haben, ist der Mangel an Raum. In der Tat bedarf es der Erweiterung, da die Zahl der Kinder wächst.

Wir wünschen wirklich in naher Zukunft den Boden zu erwerben, um eine Schule und das Dispensary zu errichten, das sowohl den Kinder wie auch allen Personen der Mabatini-Gemeinschaft dienen wird.
Liebe gute Freunde, unsere Vision als St. Michaels-Familie ist es, sicherzustellen, dass unsere Kinder wenn möglich bis zur Universität lernen, während andere ein Handwerk lernen, so dass sie zurückkommen und Mabatini und Mathare entwickeln. Wir freuen uns auch darauf, ab dem nächsten Jahr mit Computer-Klassen zu beginnen, die sowohl den Kindern und auch den Lehrern insgesamt zugute kommen.
Ich bin fest davon überzeugt, dass dies ihnen helfen wird, das Leben im kommenden Millennium zu bewältigen. Meine lieben Freunde, erlauben Sie mir, Ihnen Ihre guten Freunde offiziell vorzustellen:
Ich beginne mit unseren lieben Christine (Binti Panzi), Malkia, Preskoria und Moses. Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass sie absolut sehr gut sind in ihren Studien.

Ausserdem möchte ich Ihnen mitteilen, dass wir in diesem Jahr 25 Kandidaten haben, die an der nationalen Prüfung teilgenommen haben, und wir sind sicher, dass sie ihre Prüfung mit Bravour bestehen werden, weil wir sie genug trainiert haben.

Danach freuen wir uns darauf, sie in der High School zu sehen, andere erlernen einen Beruf unter anderem. Zum Abschluss meiner Ansprache möchte ich Ihnen ein Wort der Zusammenarbeit in Ihrer Organisation Projekt Synesios senden. Als St. Michael Bruderschaft.

Viele Grüsse gehen an Dr. Peter Suter und seine Familie. Viele Grüsse an Ihre geliebte Familie, besonders Lilie Florence und Nikk-Esttelle.

Wir lieben euch alle! Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Gott segne euch alle.

Noch einmal Willkommen.
Willkommen bei St. Michael, jederzeit willkommen.

Festansprache während den Feierlichkeiten des Festes des Synesius vom 22.23/ Oktober 2011

Vorgetragen von Stephan Gottet in der Pfarrkirche St. Nikolaus zu Bremgarten.
Lesen Sie hier (PDF) die Festansprache.

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