Projekt Synesius
c/o Stephan Gottet
Zugerstrasse 9
5620 Bremgarten
Fax 056 511 11 60
gottet@swissonline.ch

«So empfindlich ich bin, wenn man versucht mit Kindern Mitleid zu erregen, so konnte ich doch nur kapitulieren vor der Lebensklugheit und Reife, der Liebenswürdigkeit und Vitalität dieser Kinder.»

Roger Willemsen, aus «Es war einmal oder nicht»,
S. Fischer Verlag, Frankfurt 2013. ISBN 978 3 596 19809 2


Glückliche Ostern · We all wish you a happy Easter

St. Michael School and Synesius Dispensary, Mathare Slum Nairobi

St. Lilly Nikki School and Synesius Dispensary, Lwanda Bungoma

Die Mauern für die neuen Pavillons für die siebte und achte Klassen werden hochgezogen. Sponsor: die 4. Primarklasse Bremgarten

Dank Synesius leiden die Kinder und die Slumbewohner von Mathare etwas weniger

Was bewirkt das gesammelte Geld der 4. Klasse Bremgarten an der Lilly&Nikki Schule in Lwanda?

Kaum hatten die Verantwortlichen der Lilly&Nikki Schule die Geldmittel in ihren Händen, begannen sie mit dem Aushub der neu zu errichtenden Klassengebäude für die siebte und achte Schulstufen. Gleichzeitig erwarben sie Schulbücher für alle Klassen und gegen den Hunger haben sie einen nigelnagelneuen riesigen Kochtopf erworben. Vielleicht für keine lukullischen Höhenflüge, aber für viele ein Ersatz für zu wenig an Essen zuhause.

Herzlichsten Dank den Bremgartner Schülern.
Synesius

Gloria and Morenas Mother

Zwei Schülerinnen der St. Michael Schule im Mathare Slum haben ihre Mutter verloren. Wir werden für die beiden Mädchen Gloria und Morena  sorgen. In unserem Buch «Sind wir alle Slumbewohner?» (Seite 19) ist eine Abbildung der Mutter mit der Tochter Morena, ganz links. Die Foto wurde noch im alten, total überfüllten Synesius Dispensary geknipst.

Gloria und Morena


Reise vom 22. bis zum 29. Januar 2016 nach Kenia. Nairobi und Lwanda. Teilnehmende: Isidor Peterhans, Kapuziner, zur Zeit in Rom, Vanik Kaufmann aus Liestal und Stephan Gottet aus Bremgarten

St. Bridget Mother and Child


In der St. Bridget Mother and Child Institutionen (450 Kinder), lernen
bereits die Kindergärtler den Umgang mit PC und somit mit dessen Technik.
Es fehlen noch 12 Stationen. Hier tritt Synesius nur als Vermittler auf.
Vielleicht fühlt sich jemand unserer LeserInnen darauf angesprochen?


Der bestehenden Zahnklinik möchten wir ein einfaches Dentallabor beifügen.
Hier sucht Synesius im entsprechenden Gewerbe in der Schweiz Unterstützung
Vanik Kaufmann, versierter Laborinhaber und Buchautor, hat Vorort
recherchiert und engagiert sich aufs Vorbildlichste und aktiviert
Vernetzungen.

 

St. Michael Education School and Dispensary im Mathare Slum X

 

Dank Synesius, der Accordeos Stiftung in Männedorf (Iris Utz) und der atDta-Stiftung Hilfe zur Selbsthilfe (Dr. Thomas Schmidheiny) konnte ein Wunder im Mathare Slum geschaffen werden.

 

Unser Ehrenmitglied Dr. Gabriel Minder aus Genf hat bei atDta 20'000 CHF beschaffen können. Diese Summe wurde ausschliesslich für Medikamente, Impfstoffe und medizinische Gerätschaften bereitgestellt. Hingegen konnten Synesius und Accordeos mit ihrer Unterstützung 13 neue Klassenzimmer errichten. Erstmals sogar mit Fenstern.

 

Bilder 1, 2 und 3, von links nach rechts: Neue Schule, alte Schule. Es fehlen noch die Beschriftungen: St. Michael School und Synesius Dispensary. Auch das Herz, das auf der Aussenwand der alten Schule prangt, soll transferieret werden. Auch im übertragenen Sinne.

 

Bilder 4 und 5: 100 Meter weiter unten – am namensgebenden Flüsschen Mathare – suchen noch immer Kinder im Schulalter nach wieder verwertbaren Abfällen. Statt Schulbesuch. Synesius geht wirklich zu den Ärmsten und lässt nicht, wie die meisten anderen Hilfsorganisation, die Kinderlein zu sich kommen.

 

St. Lilly & Nikki School and Dispensary in Lwanda/Bungoma

 

Aktuell: 168 Schüler und Schülerinnen. Die Krankenanlaufstelle (Dispensary) dient der ganzen Bevölkerung.


Die Schüler und Schülerinnen der 4. Primarklasse Bremgarten, betreut von Monika Heimhofer aus Hermetschwil-Staffeln, haben 1720 Franken für diese Schule gesammelt. Diese Summe wurde durch Anonymus auf 3500 CHF aufgestockt. Damit können zwei neue Klassenzimmer errichtet werden. Die Übergabe fand stellvertretend für die 4. Klasse durch ein einheimisches Kind statt und
nicht wie üblich durch angegraute Vermittler oder Stellvertreter. Zusätzlich konnte anliegend ein circa 1000 Quadratmeter grosses Terrain erworben werden.

 

Synesius spendete zusätzlich 1000 Franken für Schulbücher. Eigentlich eine Aufgabe des Staates. Nur kennt der bis heute noch nicht alle seine Schäfchen.


Danke * Thank You * Asante Sana
Kinder aus Bremgarten und Umgebung und aus den Slums von Nairobi und Lwanda/Bungoma

Friedliche Festtage, frohe Weihnachten und ein glückliches neues Jahr

Krismas Njema ha Heri Za Mvaka Mpya

Merry Christmas and Happy New Year

Die von Monika Heimhofer bestens motivierten Schüler und Schülerinnen der vierten Primarschulklassen von Bremgarten, sorgten für einen gewaltigen Zustupf für die Projekte des Synesius in Afrika

Die selbst verfertigten Zeichnungen, als Etiketten auf Brillentuch Schachteln gedruckt, fanden reissenden Absatz und spülten kaum noch zu übertreffende 1720 Franken in die Kasse. Diese Summe soll nicht anonym bleiben. Zusammen mit den Kindern und Frau Heimhofer, werden wir ein spezielles Projekt/Programm in einer Schule in Kenia initiieren. Ein ausführlicher Bericht wird folgen.

 

Frau Heimhofer mit ihren engagierten Schülerinnnen und Schüler

Wallfahrt von der Heiligen Justa zum Heiligen Synesius 25. Oktober 2015

zur Reusswanderung

Über 50 locker gestimmte Pilgergsleut, nahmen die Strecke vom Gnadental nach Bremgarten unter ihre Füsse. Bunt gemischt, aus allen Altersstufen. Die Wanderung führte rechtsufrig flussaufwärts auf prächtigen Wegen zuerst bis zur Besenbeiz der Familie Töngi nach Sulz Künten. Dem aussergewöhnliche Herbstwetter sei Dank, konnten wir uns draussen verpflegen. Unterwegs sorgten kulturelle Stopps dafür, dass auch Nachzügler wieder den Kontakt herstellen konnten. Kulturelle Pausen? Irene Briner, Vroni Peterhans, Silvio Blatter, Hanspeter Ernst, Heinz Koch und Stephan Gottet gaben dem Geist Nahrung, dass auf unserer Welt doch Verbesserungspotential bestünde. Letzterer berichtete über die Fortschritte des Synesius in Ostafrika. Er rief in Erinnerung, dass wir heute die einmalige Chance besässen Geschichte zu korrigieren. Was unseren Eltern und Grosseltern damals nur teilweise gelungen sei, nämlich die Flut von Asylsuchenden zu empfangen, sei heute, in einem ökonomischen bedeutend verbesserten Umfeld, viel besser zu realisieren. Synesius wirke zwar in Afrika, habe aber, wenn‘s brennt, auch hier Vorort seine Aufgaben zu erfüllen.


Sehen Sie hier den Beitrag auf der Homepage des Reussparks.



Gedanken von Vroni Peterhans


Als ich diesen Titel las habe ich mir überlegt, was diese zwei Personen wohl verbindet? Es muss doch einen tieferen Grund geben, dass wir mit der heutigen Wallfahrt beide verbinden. Als Gemeinsamkeit dieser zwei Heiligen gäbe es wohl vieles aus ihren Lebensläufen zu berichten. Aber originell finde ich, dass genau zwei Buchstaben in beiden Namen vorkommen: u und s- us und ob es der Zufall will wir wandern heute der Reuss nach aufwärts, sozusagen von einem Flussübergang zum andern, von der Gnadenthalbrücke, der Justa ihrem Ort, zur Bremgarter Brücke dem nächsten Reussübergang beim Wallfahrtsort des Heiligen Synesius. Ja und alle drei: Reuss, Justa und Synesius haben genau auch diese zwei Buchstaben gemeinsam:

Mundart
: u-s Us wie Uswäg, Usnahm, ushalte, Usflog oder Usduur- jo Usduur händ die zwe Heilige sicher brucht mit ihrer chrischtliche Überzügig und Usduur hät au d’Rüss über Jahrhunderti gha um es Tal i die Landschaft z’spüele, euses Rüsstal als wunderbare Wander-und Wallfahrtswäg- grad hütt bi dem herrliche Herbschtwätter.

Us
wie ussände, usdrücke und Usfüerige, d‘Irene Briner hät eus iigstimmt mit spannende Usfüerige zu de heilige Justa und hätt so ihri Bedütig usdröckt und de Pfarrer hätt eus denn miteme Säge usgsändet!

Us
wie Ussichte (zum Biespil über die herrlichi Rüsslandschaft), ustusche, usbade oder Usländer – ja en grossi Diskussion ond veli Nachrichte über Usländer präged eusi letschtä Mönet. D’Justa und de Synesius ligged mit ihrne Reliquie jo eigentlich au als Usländer do bi eus im Rüsstal und händ velnä bittsuechende Mänsche Hoffnig gschänkt.

Us
wie Usbeldig, usprobiere, usgah oder usbliebe – en riesige Aasturm uf die Wallfahrt isch anderi Johr usbliebe, das isch hüür zum Glück andersch! Aber es paar ganz Treui tüend das sit Johre ushalte und trotzdem usfüere!

Us
wie usserordentlich – es freut mich ussergwöhnlich dass so usduurendi Wallfahrer immer wieder derbi sind am vierte Sunntig im Oktober und die Wallfahrt uswählet.

Us
wie Usgang oder Usfahrt – ich wähle denn d’Usfahrt Chünte, wel min Sohn no de Lagerrückblick mitorganisiert- das ich so früe usscheide derfür wett ich mich usdrücklich entschuldige ich wünsche euch en gueti Usduur bis Bremgarte de Rüss noche vo de Justa zum Synesius wo eus allne sicher gueti Ussichte schänkt mit em Augesäge, damit de Tag en guete Usklang hät- sueched Sie doch bim Wieterwandere wieteri Wörter mit usus wie’s vorchont i de Justa Synesius und Reuss.



von Sivio Blatter


Ich schlug vor, zwei Haufen zu machen. Einen Haufen mit den Dingen, die man versteht, und einen Haufen mit den Dingen, die man nicht versteht.

Die Gruppe stimmte mir zu: Wir verstehen viel mehr Dinge nicht. Ja, wir haben oft Mühe zu unterscheiden: Ist etwas richtig oder falsch, gut oder schlecht, klein oder groß, undsofort: Weil mehr verwischt ist als klar konturiert.

Wer etwas nicht versteht und die Wissenslücke nicht aushält, muss glauben.

Beim Sprechen kam mir in den Sinn, dass der Heilige Synesius ein Märtyrer war und Märtyrer im Religionsunterricht meiner Kindheit als große Vorbilder dargestellt wurden. Märtyrer hatten einen starken Glauben und waren bereit, für ihren starken Glauben zu sterben. Ich hatte das, was man einen lauen Glauben nennt. Das hat mich als Kind bedrückt. Heute denke ich, dass es auch einen zu starken Glauben gibt. Ich nenne ihn Fanatismus. Das Leben ist das Kostbarste überhaupt, ich würde es für keinen Glauben hergeben. Und darum wäre mein Lieblingsheiliger, falls ich einmal einen benötige, der ungläubige Thomas.

Schulbeginn in der St. LillyNikki Schule

Erfreuliche Entwicklung in Lwanda/Bungoma. Die St. LillyNikki Schule und das Ambulatorium geniesst immer mehr Rückhalt in der Bevölkerung. Die Bilder zeigen Schüler, Lehrer und Eltern bei Schulbeginn. Alle Bilder finden Sie in der Galerie.

 

Es geht voran mit dem Synesius Dispensary (Ambulatorium) der St. Michael Community

Jetzt bekommt das Synesius Dispensary (Ambulatorium) der St. Michael Community im Mathare Slum endlich menschenwürdigere hygienische Verhältnisse. Sehen Sie sich alle Bilder in der Galerie an.

 

Bericht im Bremgarter Bezirks-Anzeiger

Lesen Sie hier den Bericht über die 11. GV des Hilfswerks Projekt Synesius.

11. GV des Bremgarter Hilfswerks Projekt Synesius

17. September 2015 im JoJo der St. Josef-Stiftung in Bremgarten

 







von links: Dr. Gabriel Minder, Stephan Gottet, Al Imfeld (Foto von Bernadette Oswald)
Vorstandsmitglied Christiane Dürst überreicht Gabriel Minder Blumen (Foto von Bernadette Oswald)
von links: Sylvia Widmer; Rheinfelden, die Brüder Hasso und Klaus Böhme. Letzterer Vorsitzender der AKO in Traunstein (Foto von Bernadette Oswald)
Heinz Koch und Stephan Gottet (Foto von Bernadette Oswald)

Augenbliche 10. Edition > 2015

Laden Sie hier das neue Augenblicke (10. Edition) herunter.

St. Michael School and Dispensary im Mathare Slum in Nairobi

Der Grundstein ist gelegt. Bereits wird ein wenig gefeiert. Schule und Ambulatorium senden ihren Dank in die Schweiz. Das Dispensary/Ambulatorium wird wie bisher den Titel Synesius tragen.

 

Die St. LillyNikki Schule und das Ambulatorium blühen dank Synesius noch besser

Grüsse von Binti-Panzi

Dear Dr.Gottet
Dear Fr.Isidor,


Receive many greetings from Christine Wambui. We are glad to inform you that she is doing well with her studies. She was in half term and now she is back at the school.
We all wish you all the best.


Godfrey.

Greetings from Joyce Wamuyu

Joyce hatte den besten Schulabschluss. Jetzt kann sie – dank Synesius – weiterstudieren.

 

Dear Dr. Gottet,
Dear Fr.Isidor,
accept warm and many greetings from us here, Joyce Wamuyu inparticular.Indeed she doing very well with her highschool studies at Ngara Girls High school.she is very  thankful for you kind support towards her education.her dream is to become adoctor.she is in half-term  break and she will be back to school by tommorrow.thank you very much and we all wish you goodhealth.


Godfrey.

Construction process

Endlich erhält der Mabatini Slum (St. Michael School and Dispensary) ein würdiges Dispensary.

Fortschritte auch in St. Michael School and Dispensary im Mathare Mabatini Slum

Fortschreitende Verbesserungen in der Schule und im Dispensary Lillynikki in Lwanda

Zeichnungen aus Lwanda

Die Antworten der SchülerInnen der St. Michael Schule in Nairobi und die St.LillyNikki Schule in Lwanda sind eingetroffen.

Zeichnungen für Lwanda

SchülerInnen der zweiten Primarklasse Bremgarten haben speziell für die SchülerInnen der St. Michael Schule in Nairobi und die St.LillyNikki Schule in Lwanda Zeichnungen angefertigt. Bei seiner letzten Reise nach Afrika hat Stephan Gottet diese kleinen Kunstwerke den jungen Studenten und Studentinnen überreichen dürfen.
Jetzt wartet Bremgarten gespannt auf zeichnerische Antworten. Die Fotos stammen von Danièle Dubois, der  Betreuerin der zweiten Primarklasse in Bremgarten. Sie ist auch die Initiantin dieser Aktion.

Sehend machen

«Sind wir alle Slumbewohner?»

Wir empfehlen Ihnen den Kauf unseren Bildbandes «Sind wir alle Slumbewohner?» von Stephan Gottet, Al Imfeld und weiteren Autoren. Bestellen Sie den Bildband über dieses Bestellformular; der Erlös geht voll und ganz an unser Hilfswerk “Projekt Synesius”.

 

Afrika 2015, 23. Januar – 31. Januar 2015

Aus einem Brief an Peter Meienberg, einem Schreiben, das, nota bene, dergestalt  nie beim Adressaten angekommen ist. Vielleicht aber doch? Zumindest sinngemäss? Peter M. war während mehr als 50 Jahren in Afrika engagiert – und ist es noch immer. Noch heute, in seinem 86. Lebensjahr angekommen, kümmert er sich um die Nöte Benachteiligter. Er hat die Faraja-(=Trost)-Stiftung gegründet und besucht jede Woche mindestens einmal das Frauengefängnis Langata in Nairobi. Durch seinen Einsatz konnte er die dortigen Verhältnisse wesentlich menschenwürdiger gestalten. Sein Bruder Niklaus, der vielleicht bekannteste investigative Schweizer Journalist und Schriftsteller und in den frühen Sechzigerjahren ein Kommilitone von mir an der Alma Mater Friburgensis, versuchte auf seine eigene, etwas stürmischere Art (die NZZ schreibt vom ‚Wüterich Meienberg‘) mit seinen Schriften und Appellen unser soziales Gefüge zu reformieren. Ähnliches – oder im Endeffekt sogar Gleiches – von zwei verschiedenen Brüdern?

 

Hier gehts zum ganzen Artikel.

Wallfahren 2014 – 26. Oktober

Letztes Jahr Regen, 2013 Schneefall und diesmal begleitete uns eitel Sonnenschein. Treffpunkt in der Besenbeiz Rohrhof in Künten Sulz der Familie Töngi. Frau Töngi offerierte uns selbstgebackene leckere Öpfeltörtchen. Während zweier Stunden wanderten wir rechtsufrig der Reuss entlang nach Bremgarten. Vier besinnliche Pausen unterbrachen den wenig beschwerlichen Weg. Vroni Peterhans, Silvio Blatter, Hanspeter Ernst und Stephan Gottet nahmen Bezug auf das Tagesgeschehen und auf unsere Projekte in Ostafrika. Den Augensegen in der Pfarrkirche spendete uns Diakon Ueli Hess, dessen Blick nicht an unseren doch ziemlich verdreckten Gehwerkzeugen hängen blieb. Das Glücksrad für Afrika drehte wie immer mit engagiertem Schwung Christiane Dürst.

 

Hier finden Sie alle Bilder dazu.

Nachrichten aus Lwanda Bungoma

Aus Lwanda Bungoma erreichen uns folgende Nachrichten:

 

Dear Great friends,
receive many greetings from St. Lilly Nikki-Dispensary and school. Thank you very much for your continued support.
Best regards-Caroline Khisa.

 

Man glaubt, dass nur in den Städten Slums und Armut existieren. Synesius sorgt auch in Lwanda für Schulunterricht und freien Zugang zu medizinischer Betreuung.

 

Sehen Sie sich die Bilder aus Lwanda in der Galerie an.

Grüsse aus Nairobi

Aus Nairobi, St. Michael School and Dispensaries erreichen uns Grüsse und Bilder:

 

Many greetings and much thanks.
Best regards Godfrey. Khisa Wafula

 

Die Bilder finden Sie in der Galerie.

10. GV Synesius und Buchvernissage: «Sind wir alle Slumbewohner?»

Sehen Sie sich hier die Bilder der 10. GV an.

Den Beitrag aus dem Bremgartner Bezirksanzeiger finden Sie hier als PDF zum Download.

Dank Synesius und Bremgarten, kann in Mathare im Ambulatorium auch die ärmste Bevölkerung dieses Slums gratis behandelt werden.

Please Kindly remember St. Lilly Nikki family. They really lack medicine and salaries to the workers. May God bless you mightly for your free medical support to the destitute population for our mathare mabatini residence. Thank you very much for the food support for our patients and our micro-finance mothers. We all wish you good health. Best regards Godfrey Khisa Wafula.

 

Sehen Sie sich hier die Bilder dazu an.

Synesius geht nach Afrika

Reise nach Tansania vom 28. Januar
bis 11. Februar 2015

 

Reiseveranstalterin: Christiane Dürst, Vorstandsmitglied des Vereins Hilfswerk Bremgarten Projekt Synesius und sehr erfahrene Reiseleiterin. Sie war mehr als zehn Mal in Tansania und konnte so zahlreiche wertvolle Kontakte knüpfen.

Programm & Informationen zum Herunterladen (PDF)

Cicilia 16. Juli 2007 - 24. Mai 2014

Dear Fr.Isidor, Dear Dr.Gottet,


Accept warm and many greetings from the entire staff of St. Lilly Nikki. We recreate to mention to you that, on saturday we lost one of our school children by the name - Cicilia Masika - the burial is today. The child was in class two. The child was suffering from chronic malaria. Our Nurses did their best - but it could not work out. Please remember the deceased in your prayers. We loved Cicilia but God Loved her most. May the Lord almighty rest Cicilias soul in Eternal peace. Amen!


Godfrey and Caroline Khisa Wafula

 

 

EULOGY OF CECILIA NEKESA MASIKA


BIRTH
Cecilia nekesa was born on 16th July 2007 at Lwanda village north Nalondo Sub Location, Bungoma central sub county. Her parents are Calistus Masika Omusakali and Janet Nasamba Omukimweyi Omutolometi.


BAPTISM
She was baptized on 25/09/2007 at Roman Catholic Chebukaka Parish. She was an active young Christian especially in (PMC).


EDUCATION
She started school in the year 2010 at Misiri Primary School; she was later transferred to St. Lily nick school. She passed on while she was in STD 2. Her teachers recommended her as a bright pupil.


SICKNESS
Cecilia had stable health since she was born. By the year 2012, she started showing signs of malaria. She then referred to chwele health Centre where by she got some treatment and was discharged. She continued well up to the year 2013 whereby she developed some complications, she was referred to kimilili health Centre for the treatment. It was discovered that she had chronic malaria. This sickness was on and off until Tuesday 20th may 2014. She has been treated at the school dispensary upto Friday. She did not respond to the medicine and on Saturday she was taken to Chwele Sub County hospital. She passed while was still being diagnosed, at 12:00 noon on 24th May 2014.


We loved her but God loved her most. May God rest her soul in eternal peace Amen.

Nachrichten aus Afrika

Eine kleine Quintessenz unseres Augenscheins von Januar/Februar 2014 in Nairobi und neu in Lwanda

Zu Sanya Juu in Tansania. Die Augen- und die Zahnklinik, die Synesius zum Funktionieren mitgeholfen hat, stehen sowohl technisch, wirtschaftlich und medizinisch kurz vor der Selbstständigkeit. Sr. Oberin Catherine Mboya wird künftig selber mit den Ärzten vom Spital Kibosho, die auch in Sanya Juu tätig sind, verhandeln. Das könnte die Administration erleichtern. Wir werden diese Projekte weiterhin unterstützen und an die Kosten von nicht zahlungsfähigen Augenpatienten unseren Obulus beitragen.

Dem Bremgarter Hilfswerk Projekt Synesius öffnen sich neue Perspektiven.

Wie die Leserin, der Leser bereits der Presse entnehmen konnten (AZ, Aargauer Zeitung), wurden uns durch die Vermittlung von Dr. Gabriel Minder aus Genf, Mitglied unseres Vereins, 20’000 CHF von der atDta-Stiftung zur Selbsthilfe, Dr. Max Schmidheiny, überwiesen. Diese grosszügige Summe ist zweckgebunden und geht vollumfänglich an die Schule von St. Bridget Mother and Child School in Nairobi. Der Dr. Max Schmidheiny Stiftung und dem äusserst engagierten Dr. Gabriel Minder sei hier herzlichst gedankt.

Bei der St. Michael Education School im Mathare-Slum sind jedes Jahr Verbesserungen festzustellen. Vorgesehen ist eine Vergrösserung des in sehr beengenden Verhältnissen sich befindenden öffentlichen Synesius Dispensarys. Auch sollen die Löhne etwas angehoben werden. Sie bewegen sich zwischen kaum zum Überleben notwendigen 50 US-Dollar bis hin zum, immer noch bescheidenen, Maximum von 125 US Dollar pro Monat.

Neu möchten wir die im September 2013 gestartete St. LillyNikki School and Dispensary in Lwanda, District Bungoma, nahe der Ugandischen Grenze unterstützen. Sie wird geleitet von der Ehefrau von Godfrey Khisa Wafula, Caroline Khisa und ganz neben bei Mutter von fünf Kindern. Kaum eröffnet strömen bereits täglich 164 Kinder in die vorläufig 5 Klassen und den Kindergarten (Stand, 25. Januar 2014). Mehr als 300 Hilfesuchende liessen sich bis Januar 2014 im Dispensary pflegen. Zwei Krankenschwestern und sieben Lehrer sind fest angestellt. Das Terrain, circa 700 m2 wurde vom Staat zur Verfügung gestellt. Schon jetzt erweist sich das Stück Land als viel zu klein. Das Bremgarter Hilfswerk Synesius hat über seine Stadtgrenzen neue Adepten gefunden. Das Benefizium des 26. Symposions, das Jahr für Jahr in Bremgarten tagt und von den Zahnärzten des Kantons Aargau (SSO Aargau) und der SGZBB (Schweizerische Gesellschaft für die Zahnärztliche Betreuung Behinderter und Betagter) organisiert wird, hat das ganze Benefizium dieser Tagung von 2880 CHF Lwanda zur Verfügung gestellt. Damit kann eine Acre (circa 4047 m2) gekauft werden. Synesius überweist auf zusehen hin bis Ende Jahr monatlich 500 CHF an diese Schule. Anonyme Spender unterstützen uns dabei.

 

Sehen Sie sich hier alle Bilder aus Lwanda an.

25. Januar 2014, im Mathare Slum, Nr. 10 in Nairobi

Zwei Mädchen schöpfen Wasser aus einer Kloake. Das Kind in Pink hält seinen rechten Zeigefinger auf eine undichte Stelle. Sie bringen die improvisierten Behältnisse zu ihrer Mutter, die diese Flüssigkeit dann vielleicht zum Kochen gebraucht.

 

unglaublich!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
werde die Bilder meinen Kindern zeigen!!!
und wir spülen unsere Scheisse mit Trinkwasser...irgendwie ungerecht...
dafür kann mein iPhone auf dem Internet surfen.....

Dr. Christian T. aus Z., Mitglied von
Projekt Synesius

 

Sehen Sie sich hier die komplette Galerie an.

Die Slums von Nairobi 2014

Pater Isidor im Mathate Mabatini Slum in Nairobi. Er unterhält sich mit Kindern der von uns unterstützen St. Michael School.

Vom 24. Januar an weilen Pater Isidor Peterhans und Stephan Gottet zum wiederholten Mal in Nairobi. Sie werden sich diesmal ganz unseren Projekten in den Slums von Nairobi widmen. Eine grössere Reportage wird an dieser Stelle im zweiten Teil des Februars folgen.

GUTE FESTTAGE …

Liebe Freunde und Unterstützer der Bremgarter Hilfswerke Projekt Synesius
Wenn das kleine Mädchen der St. Michael School im Mathare Slum in Nairobi in unserer Stube, vor unserem Weihnachtsbaum sässe und mit uns das Abendessen teilen dürfte, was ginge im wohl durch den Kopf und was wären unsere eigenen Gedanken?

Auch die Verantwortlichen des Projekt Synesius wissen es nicht. Sie geben sich aber über das ganze Jahr Mühe, auch im übertragenen Sinn, den Anderen, die Andere an unseren Aktivitäten teilnehmen zu lassen und unsere eigenen Probleme etwas aus dem Mittelpunkt zu rücken.

Ihnen aber, liebe Leserin, lieber Leser, gilt unser Dank. Weihnachten ist nur ein hoffnungsvolles, vielmals freudiges Innehalten. Schon am Tage danach meldet sich der Hunger nach Nahrung, Gesundheit und Bildung wieder. Für Ihre Teilnahme am Schicksal von Benachteiligten dort in Ostafrika, aber auch hier in der Schweiz, möchte sich der Vorstand Projekt Synesius herzlichst bedanken.

24. Dezember, aus dem festlich geschmückten Bremgarten, die Adventszeit möge allen dienen und über das ganze Jahr weiterdauern.

Leserbeitrag (AZ) über die 9. Synesireusswanderung

Lesen Sie hier den Leserbeitrag auf der Webseite der Aargauer Zeitung über die 9. Synesireusswanderung von Künten nach Bremgarten.

Festrede Jubiläumsgottesdienst

Hier finden Sie die Festrede von Stadtammann Raymond Tellenbach vom 27. Oktober 2013 in der Stadtkirche St. Nikolaus in Bremgarten.

9. Synesireusswanderung von Künten nach Bremgarten

Mögen einige diesen Anlass als Wallfahrt bezeichnen, so qualifizieren die Organisatoren dieses, bei jedem Wetter stattfindende Ereignis, schlicht als Wanderung mit besinnlichen Halten. Rechtsufrig der Reuss, flussaufwärts. Richtung Quelle. Unentschiedene Wetterlage. Sich wiederholende Regengüsse mit gelegentlichem Erscheinen der Sonne und gegen Schluss des feuchtfröhlichen Spaziergangs ein makelloser Regenbogen. Zeichen für was? Im Gegensatz zu der jährliche wiederkehrenden Andacht zum Gedächtnis des Synesius in der Stadtkirche zu Bremgarten suchen die Teilnehmenden nicht nach Antworten sondern nutzen den Tag zu Dialogen. Die Marschierenden zeichnen zugleich als Promotoren und Gründungsmitglieder des Bremgarter Hilfswerks Projekt Synesius, deren Hauptanliegen die Entwicklungszusammenarbeit in Sanya Juu und in den Slums von Nairobi liegen. Viele Fragen. Antworten hingegen gelten nicht als sakrosankt, werden hinterfragt. Nach und nach trafen sich die Unentwegten in der Besenbeiz Rohrhof der Familie Töngi. Brigitte Töngi tischte extra für uns gebackene Quittenguetzli auf. Als Erste zündete Vroni Peterhans den Funken zu guten Gesprächen. Thema: Synesius Wallfahrt im Altweibersommer!


Der Ursprung dieser Bezeichnung geht zurück in die germanische Mythologie. Mit «weiben» wurde im Altdeutschen das Knüpfen von Spinnweben bezeichnet. Diese im Herbstlicht glitzernden Netze seien nach alter Sage aus silbernen Haaren der älteren Frauen von Schicksalsgöttinnen gewebt. Wobei diese Glück bringen sollen. Nach christlicher Legende stammen diese Fäden aus dem Mantel Marias und werden darum auch Marienfäden, Marienseide oder Marienhaar genannt. In Schweden spricht man übrigens vom Brigitta-Sommer, in Mittelmeerländern vom Martinisommer und in Amerika vom «Indian Summer».


Aber schauen wir noch, was uns die Bauernregeln zu dieser «Jahreszeit» sagen: Wenn im Herbst die Spinnen kriechen sie einen kalten Winter riechen- oder Halten die Krähen Konzilium, so sieh dich nach Feuerholz um- oder Nichts kann mehr vor Raupen schützen, als Oktobereis in Pfützen – (Pfützen sowie Sonnenschein gab‘s dieses Jahr auf der Synesi-Wanderung aber zum Glück noch kein Eis!) Bevor du Simon-Judas (28. Oktober) schaust, pflanze Bäume schneide Kraut. – Leider liess sich zum heiligen Synesius keine Wetter – oder Bauernregel finden nur soviel: dass er der Einsichtige sei und vor jeglicher Blindheit schütze. So stellen wir uns der Herausforderung eine geeignete Bauernregel zum Bremgarter Synesius zu formulieren! Wer macht mit?

Nach weiteren 20 Minuten Gehen und Gleiten auf gutdurchtränktem Boden legte uns Silvio Blatter seine weitgedehnte Sicht über Synesius nahe. Sein Vertrauen stellt er über den Glauben.

Verstehen und Vertrauen

Verstehen, das ist Kopfsache, ich kann fast alles verstehen. Verstehen erlaubt Distanz, macht sie manchmal sogar notwendig. Vertrauen ist die praktische Seite des Verstehens. Verstehen bezieht sich auf den anderen. Vertrauen baut auf das Handeln des anderen und auf seine Gesinnung – sofern es für mich wichtig ist. Stets wird beim Vertrauen die Bedeutung für mich mitgedacht.


Das Verstehen kann theoretisch bleiben.


Das Vertrauen schließt Taten ein.


Ich setze Vertrauen nicht mit Glauben gleich. Ich bin nicht gläubig, ich habe kein Talent zum Glauben.


Einige sohlenquietschende Kilometer später und diesmal unter einem für die Natur höchsterfreulichen Wolkenbruch, entriss der Theologe Hanspeter Ernst der Vergangenheit eine höchst aktuelle Geschichte.

Weg-Gedanken
Nicht jedes Sehen sieht

Die biblische Abrahamsgeschichte kann als eine Geschichte gelesen werden, die unter anderem zum Sehen anleitet. Denn wer die Geschichte in der Ursprache, Hebräisch, liest, wird erstaunt zur Kenntnis nehmen, wie viele Worte mit dem Wortstamm, der in seiner Grundform «sehen» bedeutet, vorkommen. Gott beruft den Abram. Er soll alles verlassen und in das Land gehen, das er ihm zeigen (ihn sehen lassen) wird. Aber es dauert lange, bis er in dieses Land kommt. Dazwischen liegt ein langer Weg, ein Weg, den ich als Sehschule bezeichnen möchte. Denn es wird erzählt, wie Abram und Lot sich das Land aufteilen: Lot schaut sich das Land an, er sieht – und nimmt das bessere. Dann kommt die Geschichte, die davon berichtet, wie eine Hungersnot ausbricht. Diese zwingt Abram, nach Ägypten zu gehen. Aber er hat ein grosses Problem: Seine Frau Sarai ist sehr schön. Er befürchtet: Wenn die Ägypter und vor allem der Pharao seine Frau sehen werden, wird der Pharao sie als Frau begehren. Er als Ehemann wird umgebracht werden. Deshalb gibt Abram seine Frau als seine Schwester aus. Und es kommt so, wie er es gedacht hat: Die Ägypter sehen Sarai – und der Pharao nimmt sie zur Frau. Abram lässt er in Ruhe. Aber es kommt auch anders, als er gedacht hatte: Der ganze Schwindel fliegt auf, weil Gott den Pharao heimsucht.


Gewiss, uns Heutige beschäftigt vor allem das feige Verhalten eines Abram, der nicht zu seiner Frau stehen kann. Das hat auch Frühere schon beschäftigt und einige Diskussionen ausgelöst. Aber die Geschichte handelt nicht nur davon. Sie zeigt, wie Lot und die Ägypter sehen: Was sie sehen, begehren sie. Sie wollen es besitzen, sich aneignen. Dadurch muss Abram lernen: Das Land, das Gott ihn sehen lässt, dieses Land kann er so nicht besitzen. Und doch wird ihm dieses Land verheissen.

Sehen, nicht besitzen, doch verheissen (versprochen). Ich denke, dass damit ein Grundbedürfnis des Menschen angesprochen ist. Wir alle brauchen «Land», um leben zu können, um mit unserer eigenen Bedürftigkeit fertig zu werden. Die Frage ist nur, mit welcher Art von Sehen wir es verbinden: ob wir sehend so viel begehren, dass andere daneben nicht mehr leben können – oder ob wir sehen, wie die täglichen Bedürfnisse aller gestillt werden können.


Heinz Koch und Stephan Gottet beleuchteten wandernd, die Geburt und die mögliche Zukunft des Vereins Projekt Synesius. Weitere Themen waren aus aktuellem Anlass: Franziskus der 1., Papst mit franziskanischer Bescheidenheit in Rom und sein Widerpart, der etwas weniger bescheidene Gegenpapst aus Limburg. Das erfreuliche Aufeinandertreffen der Protagonisten in der Kirche St. Nikolaus hätte nicht unterschiedlicher sein können. Hier die Wärme der barocken Synesiheimstätte mit leichtem Weihrauch- und Kerzenduft in der die morgens gehaltene jubilierende Ansprache des Stadtammanns irgendwie noch nachhallte, dort die etwas verschwitzen, dezent verdreckten aus der Kälte kommenden Wandersleut. Als letze empfingen sie den Augensegen. Wer wem die Augen öffnet, bleibe dahingestellt.

 

Hier sind die Bilder der Synesireusswanderung.

Vernetzung und Wissenstransfer, Bericht über die 9. GV des Bremgarter Hilfswerkes Projekt Synesius.

Sehen Sie hier (PDF) den Bericht über die 9. GV des Bremgarter Hilfswerkes Projekt Synesius aus dem Bremgarter Bezirksanzeiger vom Dienstag 24.09.2013.

9. GV des Bremgarter Hilfswerks Projekt Synesius. 19. September 2013 im JoJo der St. Josef-Stiftung in Bremgarten.

Al Imfeld


aneinander vorbei

wir von oben

vom Westen

boten den Armen

etwas ihnen Unvorstellbares an

 

sie sagten ja, ja, ja

und sagten trocken

sie würden sehen...

 

das Geschenk kam

sie stellten es weg

bis vielleicht einmal

man einen Platz finden würde

und begonnen werden konnte

 

ihnen wurde gesagt:

Ihr habt etwas

womit ihr euch entwickeln könnt

so etwas

findet sich noch nicht in eurem Kopf

es braucht etwas Werbung

bis danach von euch  verlangt wird

und mit Entwicklung

begonnen werden kann

 

fast mahnend bittend:

Begreift ihr denn nicht

dass ihr das dringend braucht

ihr habt ein Loch im Kopf

ihr braucht eine Operation

eine Zell- und Zeit-Verschiebung

dass endlich

begonnen werden kann

und Entwicklung in Gang kommt

 

Für die Jahresversammlung des Vereins 2013

in Bremgarten von Al Imfeld

19. 9. 2013

 

Die Bilder der 9. GV finden Sie in der Galerie.

Bilder des öffentlichen Synesius Dispensary im Mathare Slum

Sehen Sie sich die Bilder des öffentlichen Synesius Dispensary im Mathare Slum vom September 2013 in der Galerie an.

Augenbliche 8. Edition > 2013

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8. September 2013 Matinée in der Stadtkirche St. Nikolaus zu Bremgarten

Ökumenische Messe mit Dekan Ueli Hess und  reformiertem Pfarrer Georg Habegger. An der Orgel: Andrea Kobi, Cellist Alexander Kionke. Weitere Akteure: Heinz Koch mit Text von Peter Meienberg, Jacqueline Wick mit zwei Texten aus Briefen von Schülern aus dem Mathare Slum. Die Schwestern Dona und Redempta aus Tansania mit einem Lied in Kisuaheli. Weiter die fleissigen Bilderträger und Ministranten Nubia und Zeno. Eine gute Hundertschaft interessierter Zuhörer und aufmerksamer Zuschauer nahmen sich die Zeit, den extra für den heutigen Anlass verfassten Gedichten von Al Imfeld zu folgen. Projekt Synesius bedankt sich an dieser Stelle bei allen, die zum Gelingen dieser Matinée beigetragen haben. Draussen vor der Anna Kapelle (mit Ausstellung zu Synesius)  drehte das Glücksrad und in der Synesistube geisterte der überaus eindrucksvolle Film von Anna Delliou über die Leinwand. Dieser Film wird am 19. September, zum Anlass der 9. GV des Bremgarter Hilfswerks Projekt Synesius im Restaurant JoJo der St. Josef-Stiftung kommentiert und musikalisch untermalt dem Publikum präsentiert werden. Siehe auch die dazugehörige Bildstrecke zu Matinée und Ausstellung in der Anna Kapelle unter dem Link Galerie.

 

 

Vierzehn Stationen

Fragen von Heinz Koch an Stephan Gottet

 

1. Passion und Passionsweg, Kreuzweg, via crucis. Was hat dich dazu gebracht, was hast du dir dabei gedacht?

Zuerst möchte ich dir mein Unbehagen erklären hier zu stehen. Es gibt unter uns wirklich Berufenere als mich, deine Fragen zu beantworten.

 

Diese 14 Stationen möchten nicht nur den Leidensweg Jesus beschreiben, sondern den Lebenslauf jeder Kreatur, jedes Menschen auch jedes Tieres. Passion bedeutet sowohl Leidenschaft wie Leiden. Dieser Leidensweg entspringt der Leidenschaft diesem Hexenkreis zu entkommen.  Er ist der Weg von uns allen. Die Reihenfolge der Stationen ist austauschbar und je nach einzelnem Schicksale unterschiedlich. Als unübersehbare Konstante aber sind uns Geburt und der Tod gewiss. Als Beispiel eines Lebens von vielen  Einzelschicksalen sollen hier die Slums von Nairobi herangezogen werden. Ähnliches könnte aber genauso gut hier in Bremgarten stattfinden oder hat vor geraumer Zeit bereits stattgefunden. Armut, Krankheiten wie Pest und auch kriegerische Auseinandersetzungen suchten unser Städtchen heim. Darf ich den Psychiater Felix Brem zitieren: Wir haben alle einen fragilen Körper (sind weder Usain Bolt noch  Noldilein Schwarzenegger. Aber auch die werden die Rückseite ihrer Medaille früher oder später zu spüren bekommen). Wir sind alle verletzlich, besonders am Anfang und am Ende unseres Lebens. Das erfordert Beziehungen der Fürsorge, der Pflege, der Unterstützung. Und das über alle beengenden, auch eigenen, Grenzen hinaus

 

2. Was bedeutet dir Synesius?

Er ist der unbekannte Repräsentant aller sozialen Strukturen, von Armen und Reichen, von Schwarzen oder Weissen, von Gewichtigen und weniger Gewichtigen, von geistigen Normalos, genauso wie von solchen mit gewissen Einschränkungen und Defiziten,  von geistig und körperlich Benachteiligten.  Der unbekannte Soldat wider 1000 Unannehmlichkeiten. Ehrlich, sind wir nicht in einem gewissen Sinne,  alle benachteiligt? Vorbild war und bleibt  für mich die St. Josef-Stiftung hier in Bremgarten und sehe da keinen Unterschied.  Entwicklungszusammenarbeit ist Dienst, nicht am Anderen, sondern MIT und zusammen mit  dem Anderen.

 

3. Fernstenliebe – Nächstenliebe | Was verstehst du darunter?

Erstere, die Fernstenliebe nämlich, ist rational steuerbar und ist zeitlich beschränkt. So kann ich zum Beispiel sehr wohl, von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr Seniorinnen betreuen, Nachbarschafthilfe leisten und nachher wieder in meine angestammte Rolle zurückschlüpfen. Die Nächstenliebe aber ist irgendwie eine zweite Haut, die man nicht ausziehen  oder umstülpen kann. Wir verdanken sie vielleicht unseren Eltern, unseren Lehrern, unseren Genen, unserer Erziehung, unserem sozialen Milieu, unseren Spiegelneuronen?

 

4. Ist Entwicklungszusammenarbeit sinnvoll?

Nein und Ja. Nur wenn auch Augenhöhe angestrebt und vernetzt gehandelt wird und die gleichen ethischen moralischen Voraussetzungen (Prämissen) wie zu Hause angewendet werden, werden können.  Wir sollten nicht unser Unvermögen exportieren, genauso wenig wie wir unsere alten Gerätschaften dorthin entsorgen sollten. In der EWZ ist kein Platz für Narzisse,  Selbstbeweihräucherer oder Denkmalerbauer. Auch wenn der  heutige Tag  zum Tag des Denkmals erklärt worden ist und wir heute auf 360 Synesikult zurückschauen können, so ist für uns nicht das Denkmal wichtig, sondern das „Dänk emol“. EWZ ist kein Feierabendjob. Sie gleicht unserer täglichen Arbeit wie Ihr  alle sie gestaltet und miterlebt. Tag für Tag. Sisyphus en miniature. Als Krankenschwester, Schlosser, Kaufmann und Kauffrau, als Student, als Rentner……sie ist keine besondere Auszeichnung , sondern sie ist Selbstverständlichkeit  und nicht Brösmeli (Brosamen) die dem armen, kranken, ungebildeten (?)  Lazarus vom reichgedeckten Tisch herab vor die Füsse geworfen werden. EWZ ist und soll die unverrückbare Reihenfolge eines jeden Lebens sein. Gekennzeichnet  von Respekt, auch vor der Autonomie unseres Partners, von der Absicht nicht Schaden zuzufügen, sondern im Gegenteil ein Benefizium zu vermitteln und ausgehend vom Prinzip der Gerechtigkeit und nicht zuletzt soll weder die Würde des Empfängers noch die des Senders angetastet werden. (siehe Prinzipienethik, Beauchamp und Childress, die auf dem Kategorischen Imperativ von Kant basiert)

 

Die grossen kulturellen Exploits wurden nur zusammen mit dem Fremden erreicht. Hochkulturen haben sich zuerst aus Colluvies, lat., was Chaos, Unrat, Schlamm Wirrwarr bedeutet, entwickelt (Georg Wilhelm Friedrich Hegel 1770 Stuttgart-1831 Berlin). Die Anwesenheit des Fremden ist, so gesehen, notwendig für die Bildung des Eigenen. Ansonsten wäre man nur die Kopie von irgendetwas (von einem Gott, Sportgrösse, Parteimitglied oder irgendeinem Schönheitsideal etc.). (Bei den alten Griechen: erst die Ankunft des Fremden, die Auseinandersetzung mit dem fürs sie Neuen, hat die Anfänge von Bildung erlaubt)

 

Al Imfeld. Warum Al? (Alois, in Amerika eben Al, gerufen. Deren Staatsbürgerschaft er zurückgegeben hat, weil er u. a. nicht mit den Vorstellungen  der USA über EWZ einverstanden war) Muss man Ihnen Al Imfeld überhaupt noch vorstellen? Er nennt sich simpel und einfach Journalist und Schriftsteller, obwohl vorbelastet mit 4 Studienabschlüssen und 3 Doktortiteln. Theologie, Philosophie, Journalismus und Tropenlandwirtschaft! Und nicht zuletzt auch Priester. Mit über 50 Buchpublikationen ist er einer der anerkanntesten Autoren und Kenner Afrikas. Davon befasst sich der grosse Teil mit Problemen, aber auch mit der hervorragenden Kultur von Afrika. Er kombiniert blitzschnell, denkt vernetzt, strategisch. Mit ihm würde die Schweiz jedes Länderspiel gewinnen. Er predigt nicht öffentlich Wasser und trinkt heimlich selber Wein (Heinrich Heine). Er wohnt seit 1976 in derselben, nie renovierten Wohnung mit Aussenklo. Er lädt jede Woche zweimal Bedürftige (geistig und körperlich versehrte Symposiasten, zu erster Kategorie darf sich der Schreibende zählen) als Gäste zu sich nach Hause ein. Zu Speis und Trank. Selber Lazarus unter anderen Lazarussen.  Seine vorgetragenen Gedichte, extra für den heutigen Anlass verfasst, sind seine Interpretation von 14 Geschehnissen, von 14  Stationen, die er von den Slums in Nairobi in ein Bibelverständnis übersetzt, das unter die Haut geht. Seine Gedichte zu den 14 Stationenbildern werden im Januar 2014 in Buchform erscheinen, illustriert mit den hier gezeigten eindrücklichen Fotos.

Vernissage der Ausstellung 360 Jahre Translation des Synesius von Rom nach Bremgarten und 10 Jahre Bremgarter Hilfswerk Projekt Synesius

Sehen Sie sich in der Galerie die Bilder der Vernissage der Ausstellung 360 Jahre Translation des Synesius von Rom nach Bremgarten und 10 Jahre Bremgarter Hilfswerk Projekt Synesius an.

Grüsse aus Nairobi

Ende Mai 2013: Die Kinder der St. Michael Education School, im Mathare Slum in Nairobi, grüssen alle Synesianer und Sponsoren aus Bremgarten und der ganzen Schweiz ganz herzlich

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